Umbrüche

KSV-Literatursymposion im Stift St. Georgen

Ein Gastbeitrag von Gernot Ragger

Alternierend zum Literaturwettbewerb „feinheiten“ veranstaltet der Kärntner SchriftstellerInnen Verband jedes zweite Jahr ein Alpen-Adria-Literatursymposion. Dieses Mal trafen einander Autor*innen aus Österreich (Wien, Tirol, Kärnten, Steiermark) und aus Slowenien im ehem. Stift St. Georgen am Längsee, um sich einerseits dem Thema „Umbrüche“ und andererseits dem Projekt „flussaufwärts/po reki navzgor/contro corrente“ – eines von vier von der Kärntner Kulturstiftung unterstützten Projekte – zu widmen. Für die Präsidentin des Kärntner SchriftstellerInnenverbandes, Gabriele Russwurm-Biro, war diese Station im Rahmen des zweijährigen Projektes eine wichtige Standortbestimmung im Alpen-Adria-Raum. „Mit dem dreisprachigen, grenzüberschreitenden Projekt „flussaufwärts“ beschreiten wir neue Pfade, von der alle Beteiligten ohne Zweifel profitieren werden – persönlich und literarisch“, so Russwurm-Biro.

Knapp 40 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum regen Meinungsaustausch und zur Netzwerkbildung. Schwerpunkte am zweiten der drei Symposionstage waren zum einen der Vortrag von Univ.-Prof. Dr. in R. Werner Wintersteiner (AAU) zum Thema „Die Welt neu denken lernen“ und zum anderen die gesellschaftskritischen Filmbeiträge von Marlen Schachinger (Arbeit statt Almosen). Die beiden herausragenden Lyriker*innen Susanne Toth und Gerhard Ruiss rundeten das Programm ab . Während Schachinger sich der Thematik mit filmischen Mitteln näherte, beeindruckten Toth und Ruiss mit ihren lyrischen Texten die TeilnehmerInnen.

Am Schlusstag nutzten dann die teilnehmenden Autor*innen die Gelegenheit und stellten sich und ihre Arbeiten in Kurzlesungen vor – eine beeindruckende Darstellung der literarischen Vielfalt, der auch der Kulturreferent der Gemeinde St. Georgen am Längsee, GV Ewald Göschl beiwohnte.

Grenzübeschreitend waren auch geplante Zusammenarbeiten für die Zukunft. Die Gespräche dazu führten die Tiroler Abordnung unter der Leitung von Josef Beneder (Turmbund Innsbruck) und die Präsidentin des slowenischen PEN-Clubs, Tanja Tuma.

Foto©Sigrid Friedmann

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