Bis ans Ende der Welt – Berichte prominenter Kärntner von Katharina Springer

„Bereits in meiner Kindheit faszinierten mich Geschichten der Großeltern über den Krieg, über das Leben ´früher und vor allem von Reisen“, erklärt die Autorin und Biografin Katharina Springer zu ihrem Buch MIT DEM FAHRRAD NACH ROM ein außergewöhnlicher „Reiseführer“, der in die Erlebniswelt bekannter Persönlichkeiten führt. Behutsam dokumentiert von der Kärntner Autorin, die damit den Startschuss zu ihrer literarischen Laufbahn tätigte. 110 Fotografien, zum Teil sehr aussagekräftige Porträts des Klagenfurter Fotografen Bernhard Horst, der Katharina Springer zu ihren Interviewpartnern begleitete, zum anderen historische Fotografien, Dokumentations- und Erinnerungsbilder der einzelnen Prominenten von ihren erstaunlichen Reisen.

Ihr erstes Buch „Mit dem Fahrrad nach Rom. Reiseberichte prominenter Kärntner“ ist im November 2009 im Carinthia Verlag Klagenfurt erschienen und liegt jetzt rechtzeitig zur Sommerferienzeit als ergänzte und aktualisierte ZWEITAUFLAGE in Paperback und Hardcover (Morawa Lesezirkel 2016) vor.

Es lohnt sich mit Katharina Springer in 12 sehr lebendig erzählte Lebens- und Reisegeschichten von gut bekannten Kärntnerinnen und Kärntnern einzutauchen und sich zu (erstaunlichen) fernen und ausgefallenen Reisezielen entführen zu lassen.
Auf 196 Seiten gelangt die Leserschaft mit Paula Putzi nach Rom, dem Klagenfurt Altbürgermeister Leopold Guggenberger nach Amerika, mit der schillernden Schauspielgröße Adrienne Pokorny nach Paris, mit dem Abenteurer und Großwildjäger Hellmuth Reichel sen. nach Bhutan.
Sehr interessant sind auch die Berichte von Carina Harrer, die Frau der Bergsteigerlegende Heinrich Harrer aus Knappenberg, dem Expeditionisten Bobby Ehrlich und der beliebten Schauspielerin Heidelinde Weis.

Theo Kelz, berühmt durch die Transplantation seiner beiden Hände im Jahr 2000, fuhr mit seinem Motorrad rund um die Welt, die Schriftstellerin Maria Pink nach Äthiopien und Paul Springer erzählte von seinem ersten Reisebus. Weitere Reportagen beschäftigen sich mit dem „Nichtverreisenwollen“ von Helga-Duffek-Kopper und mit den Musikreisen von der Kärntner-Lied-Legende Gretl Komposch.

Die Autorin und Biografin erzählt, wie es zu diesem, ihren ersten Buch kam: „Im Jahr 2002 lernte ich eine nette ältere Dame kennen, die mir erzählte, dass sie 1936 mit dem Fahrrad nach Rom gefahren ist. Zusammen mit einer Freundin unternahm sie eine unglaublich mutige Reise, die ich festhalten wollte. Im Jahr 2008 führte ich dann elf weitere Interviews mit prominenten Kärntnerinnen und Kärntnern, die mir ihre ganz persönlichen Reisen aus der Vergangenheit schilderten.“

Jedes Kapitel startet mit einer Kurzbeschreibung des Interviewten, danach folgen die Berichte im typischen Denk-, Sprach- und Schreibstil der jeweiligen Persönlichkeiten, einfühlsam, flüssig und nicht beschönigend.
Die zahlreichen historisch interessanten Fotos sind als Dokumentationsmaterial von unschätzbarem Wert und runden den Gesamteindruck ab. Die historisch-dokumentarische Bedeutung dieser Reiseaufzeichnungen stellt sich schon nach den wenigen Jahren seit der Ersterscheinung 2009 dar.

Leseprobe aus dem Kapitel „Auf der Fährte des Blue Sheep“ von Hellmuth Reichel sen. (Seite 63-65): „Es war auf unserer ersten Reise, als uns Prinz Namgyal Wangchuck am Abend zu einem besonderen Fest im Inneren des Dzong (Klosterburg) abholte. Wie alle Bhutanesen trug er an diesem Tag seine Tracht mit einem Schwert und einem wallenden orangen Tuch über der Schulter, wie es seinem Stand entsprach. Auch wir waren festlich gekleidet, als wir das eisenbeschlagene Tor und die königliche Leibwache passierten. Die Klosterburg war von innen noch beeindruckender als von außen, denn viele dieser Dzongs haben wir auf der Fahrt hierher schon passiert. In jedem Tal, an den strategisch günstigen Orten stehen diese Wehrburgen, die ältesten aus dem 13. Jahrhundert. Sie sind Zentren der Verwaltung und der Religion und haben die tibetischen und chinesischen Invasoren über Jahrhunderte davon abgehalten, dieses Land einzunehmen. ….“

Katharina Springer
Sie wurde 1975 in Villach geboren und arbeitete in einem Reisebüro vor ihrem Publizistikstudium in Klagenfurt. Seit 2006 ist sie freie Journalistin und Autorin für verschiedene Magazine in Kärnten und Deutschland tätig.
Ihr erstes Buch „Mit dem Fahrrad nach Rom“ erschien 2009 im Carinthia Verlag. 2010 folgte „Lebensbilder. Porträts von 90 Politikerinnen aus Kärnten“ (Drava Verlag). Etliche Artikel in Anthologien beim Memoiren Verlag Bauschke, zudem bei den Verlagen Hermagoras und Drava. Seit 2010 ist sie als Ghostwriterin tätig und hat etliche Biografien und Chroniken verfasst. Außerdem arbeitet sie als Schreibtrainerin und als Buchcoach von der Privatbiografie für den Familienkreis bis hin zur Veröffentlichung im großen Stile. Seit 2015 bringt sie auch Gemeindechroniken heraus.

www.diebiografin.com

Blog-Cover-Springer

Katharina Springer
Mit dem Fahrrad nach Rom.
Reiseberichte prominenter Kärntner
196 Seiten
110 Fotografien in SW
Verlag Morawa Lesezirkel Wien
ISBN: 978-3-99057-121-7 (Paperback)
19.90 €
ISBN: 978-3-99057-122-4 (Hardcover)
24,90 €
https://publish-books.tredition.de/mymorawa/Customer/ProductList.aspx?PageMethod=OpenBibliography&userId=5171&userRoleId=1

Fotos © Gabriele Russwurm-Biro

Ich danke Katharina Springer und dem Morawa-Verlag für das Rezensionsexemplar

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