Monat: April 2016

„Die Wege des Bären sind unergründlich“ – Gerhard Benigni mit seinem Buch auf dem Weg zum Südpol

Auf geht es zur Südpolexpedition! Wir folgen gespannt dem Autor GERHARD BENIGNI auf seinen verschlungenen wortkünstlerischen Umwegen und pointierten Kurzgeschichten auf den putzigen Fußstapfen des USAMBARAVEILCHENSTREICHLERS. Ein süßes, „bäriges“ Geschöpf, als illustres Zeichenwesen, erschaffen von der Kärntner Künstlerin und Designerin LILY PRIL, selbstverständlich in Lila, wie eben echte Usambaraveilchenstreichler aussehen müssen.
Das vorbildgebende Usambaraveilchen stammt aus den Usambara-Bergen in Tansania und ist giftig und lila (in mehreren Schattierungen). „Wussten Sie, dass Usambaraveilchen sehr viel Zuwendung brauchen? Gelegentliche Ansprache. Hie und da einen Drink spendieren. Regelmäßige Streicheleinheiten. Sonst entblättern sie sich.“

So bereitet der Villacher Autor Gerhard Benigni sein Publikum auf sein soeben erschienenes (zweites) Kurzgeschichten-Buch „Der Usambaraveilchenstreichler auf dem Weg zum Südpol“ (Verlag SchriftStella – Karin Gilmore, Villach 2016) vor – Streicheleinheiten inbegriffen und alles auf eine phantasievolle Expedition auf den Südpol ausgerichtet. Nach seinem Kurzgeschichten-Erstlingswerk „Fertigteilparkettboden. Im Niedrigenergiehaus“ (Malandro-Verlag, 2015 Klagenfurt) setzt nun der Wortjongleur zur Reise ans Ende der Welt mit einem charmanten Streichelwesen.

Aber die große Benigni-Fangemeinde braucht keine Schmeichler oder Streichler, sie will Benigni live, cool, lustig. Wer also auch noch nie am Südpol war, für den wird es höchste Zeit. Der kann sich nun mit BENIGNI auf den Weg machen.

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26 Kurzgeschichten sind in seinem Band versammelt. Zur Erstpräsentation des Buches gab BENIGNI einige Geschichten zum Besten. Im randvoll gefüllten Kulturhofkeller in Villach wurde die Lesung zum wahren Expeditionsereignis. Die Stimmung war im Vorhinein so gut, dass es der assoziativen Lilaeffekte, originalen Usambaraveilchen und lebensgroßen Stoffeisbären in Wahrheit gar nicht bedurfte.

BENIGNI ist ein Autor, der „Zwetschkenröster“ in wenigen Worten als Beruf (ung) beschreiben kann ohne mit der Wimper zu zucken, aber mit einem Augenzwinkern. „Überhaupt sind Zwetschkenröster schnell gekränkt, wenn ihnen die Kernkompetenz abgesprochen wird“ (S 33).
Seine Wortspiele, Assoziationen und Doppeldeutigkeiten beinhalten kabarettistische Qualitäten, die das Publikum sehr schätzt und in Erwartung dessen, was da kommen mag, schon vor dem ersten gesprochen Satz lacht. Das macht es dem Schriftsteller nicht immer leicht bei der Sache zu bleiben.
Titel wie „Der Unmut zur Gedächtnislücke oder was ich noch schnell wollte, bevor ich“ (S 27) oder „Die Trauer von Welsbach oder keine Hochzeit und ein Todesfall“ (S 87) leiten den Leser oder Zuhörer in Geschichten voller unerwarteter Wendungen und alltäglicher Unauffälligkeiten, die zum Staunen verleiten und natürlich zum Lachen. Zumindest ein Schmunzeln ist dem Autor sicher und so gewollt. Es gibt keine Benigni-geschichte ohne Pointe oder gleich mehrere Pointen. Seine todernste Miene und das Bemühen nicht lustig zu sein heizen die Stimmung bei seinen Lesungen an, die eigentlich Performances im besten Sinne sind.
Musikalisch begleitet von dem bekannten Musiker und „Kulturarbeiter“ Christian Lehner (Gitarre), der sich als Austro-Pop-Interpret, einen Namen gemacht hat, ergibt der Vortrag der „kurz-aber-heftig“-Geschichten ein rundes Bild vom (imaginären) Südpol, der uns allesamt umschließt, und sämtlichen eingeplanten und unvorhersehbaren Eventualitäten, die einem so begegnen könnten auf dem Weg dorthin.

Christian Lehner
Christian Lehner

„Fahren Sie nicht über Pritschitz. Und ziehen Sie sich warm an. Oder machen Sie es sich kuschelig.“ Lautet die Devise zur BENIGNI-Buchbenützung. Kurz gesagt: die Gebrauchsanleitung zum Lesen. Geschichten wie „Alles Müller, oder was?“ (S 67) oder „Der Selbstfindungstrip des Herrn Gruber“ ( S 73) ziehen alle Register des mittlerweilen wohlbekannten und vertrauten Benigni-Œuvres. Kurze Sätze, Pointen, Wortspiele. Seine Protagonisten sind streichelweiche Antihelden, geschundene Alltagsritter, sympathische Verlierer, verwirrte Suchende. Nichts ist ihm heilig (?), vor keinem sprachlichen Tabu macht BENIGNI halt – auf seine eigene, charmante Art, die zum Markenzeichen avanciert ist.

„ES IST EIN ROSS ENTSCHWUNDEN. Bethlehem anno null. Wir schreiben den 23. Dezember. Josef ist Zimmermann. Maria hochprägnant. Nicht von Josef. Der nagelt nur Dachschindeln. In Bethlehem steht das Event des Jahres vor der Tür. Die Uraufführung von „Jesus Christ Superstar“. Natürlich in der Originalbesetzung….“ (S 199).

Zum Verinnerlichen gibt es bei BENIGNI eben nicht nur den vermeintlichen – daher auch innen angebrachten – Klappentext, sondern wie schon erwähnt, insgesamt 26 Geschichten auf dem Weg zum Südpol. Wir hoffen, Ihr Usambaraveilchen, das Sie sich nun sicher zulegen werden, hält die Reise durch!

http://www.gerhardbenignialleineistdochvielzukurzalshomepagename.at/

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Gerhard Benigni
Der Usambaraveilchenstreichler auf dem Weg zum Südpol
Illustration: Lily Pril
Grafik: Christina Taupe
Verlag: SchriftStella – Karin Gilmore
Taschenbuch 204 Seiten
ISBN: 978-3-9504167-0-1
14,90 €

Erhältlich direkt bei SchriftStella unter:
stella@schriftstella.at

Alle Fotos © SchriftStella

Ich danke Gerhard Benigni und Karin Gilmore für das Rezensionsexemplar.

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ANTONIO FIAN – Meister des Dramoletts feiert seinen 60. Geburtstag

Das Musil-Institut der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt veranstaltete eine Feier zum 60. Geburtstag des in Kärnten geborenen Literaten Antonio Fian. Es war nicht nur eine Lesung aus dem soeben neu erschienen Dramolettenband Fians „Schwimmunterricht“ (Droschl, 2016), sondern auch eine amikale Laudatio von Gustav Ernst, langjährigem Freund, Autor und KOLIG-Literaturzeitschrift-Herausgeber – selbst ein Meister der feinen Klinge der Zwischentöne.

„Lieber Toni! Ich bin der Einzige, der dich so nennt!“, beginnt Gustav Ernst seine Laudatio. Mit der liebevollen Kurzform „Toni“ wurde Antonio Fian, als er 1976 als junger Mann nach Wien kam, kurzerhand von Gustav Ernst „eingewienert“. In diesen frühen Jahren traf sich der damalige „Wespennest-Herausgeber“ mit vielen jungen Autoren. Im Café Hummel in der Josefstädter Straße im 8. Bezirk wurden die Nächte lang. „Wir blödelten und zogen alles und jeden durch den Kakao, exzessiv mit Verschmähungen und Verunglimpfungen. Wir hatten es sehr lustig. Fian schrieb damals Gedichte“ , berichtet sein Wegbegleiter und Mentor Gustav Ernst.

Die Lust am Komischen hätten sie gemeinsam, Gustav Ernst und Antonio Fian, ebenso „die Lust an Kitsch und am Tiefsinn, die sich gegen Dummheit und Ignoranz richten“. Das Bloßstellen und Abreagieren hätten sie auch in der Praxis fleißig geübt.
„Es wäre schlimm,“ schreibt Walter Fanta bereits im Jahr 2007 zu den Dramoletten Fians, „würde Fian aufhören, uns Österreicher und unser österreichisches Leben mit seinen Dramoletten zu begleiten.“ Fian selbst sieht in seinen Minidramen, die er als gleichberechtigt mit Gedichten und Erzählungen sieht, nicht bloß einen witzigen Kommentar oder eine Glosse zur Tagespolitik, er sieht sich in der Tradition der Satiren eines Karl Kraus und eines absurden Theaters von Samuel Beckett.

In den Erzählungen Fians spielen Komik und Leichtigkeit eine große Rolle. Seine Dramolette zur Lage der Nation sind zahlreich in den Medien (Der Standard) erschienen.
http://derstandard.at/r5244/Antonio-Fian-Dramolette

Jetzt ist ein neuer Band (VI) bei Droschl herausgekommen, aus dem Antonio Fian einige seiner Milieustudien und Familienaufstellungen vorträgt. Wie alle 5 Dramolette-Bände davor, sind sie das Ergebnis privater und öffentlicher Ereignisse. Gustav Ernst charakterisiert das so: „Zwielichtiges neu erzählt von gemeinen und gefinkelten Querulanten. Unverschämt wird die Wirklichkeit offenlegt und dem Leser rücksichtslos aufs Auge gedrückt.“ Denn: „Das Erkenntnislachen ist das schönste Lachen“, betont der Laudator.

Fians virtuose Komik entstehe, „durch den Einsatz von Kontrasten, eine Art Direktmontage, durch das Wichtignehmen einer offensichtlichen Nebensache, durch die Technik der Wiederholung, wörtliches Zitieren in einer Mundart, durch die Technik der Verkürzung und nicht zuletzt der Übertreibung“.
Kann Antonio Fian nach vielen Dramoletten, die er seit ungefähr 25 Jahren in verlässlicher Regelmäßigkeit in Zeitschriften und Büchern veröffentlicht, noch immer überraschen?
Je länger wir Fians Minidramen folgen, desto genauer hören wir, wie man in Österreich spricht: in Wien, in Kärnten…. (der Ur-Wiener, der Ur-Kärntner…..).
Die einen reden viel zu viel – die anderen wiederum fast gar nichts; und in allen Fällen wird durch die Kunst des Autors hörbar, was offenbar nicht gesagt werden kann oder darf.

„Möge dir dein aufsässiger Witz auch in den nächsten 60 Jahren nicht abhanden kommen!“ meinte abschließend Gustav Ernst und das hoffen wir selbstverständlich alle mit ihm.

Blog-Fian-Porträt-groß

Antonio Fian, geboren 1956 in Klagenfurt, lebt seit 1976 in Wien. Er ist Autor von Romanen, Erzählungen, Essays und den sog. Dramoletten, Minidramen, mit denen er in unregelmäßigen Abständen überwiegend in der Tageszeitung »Der Standard« das österreichische Kultur- und Geistesleben kommentiert.
Für sein Werk wurde ihm 1990 der österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik, außerdem u. a. der Johann-Beer-Literaturpreis (2009) und der Humbert-Fink-Literaturpreis (2014) in Klagenfurt verliehen. Mit seinem Roman „Das Polykrates-Syndrom“ (Droschl, 2014) war er auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis.
Antonio Fians Texte von der durch ihn erst definierten Gattung »Dramolett« leben im ständigen Spannungsverhältnis zwischen Literatur und Wirklichkeit. Seine Prosa bemächtigt sich in realistischer Manier der ganz konkreten Ereignisse, um sie unversehens zu Versatzstücken seiner literarisch-satirischen Absichten zu machen.

http://www.droschl.com/buch/schwimmunterricht/

Gustav Ernst, geboren 1944 in Wien, lebt als Schriftsteller, Dramatiker und Drehbuchautor ebendort. Studium der Philosophie, Geschichte und Germanistik. Seit 1997 Herausgeber der Literaturzeitschrift „kolik“ (gem. mit Karin Fleischanderl). Als Autor zuletzt ausgezeichnet mit dem Preis der Stadt Wien für Literatur (2013).

Alle Fotos © Gabriele Russwurm-Biro

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MANNSBILDER – Ein IG-Lesemarathon-Abend mit Augenzwinkern

„Nur die mutigsten Literaten wagen den Lesemarathon der IG Autorinnen Autoren“, der im April im Musilhaus Klagenfurt vor erlesenem Publikum stattgefunden hat. Wie es in der Ausschreibung der IG-Chefin Kärnten, Ilse Gerhardt, verlautbart wurde, standen „jedem der schreibenden Herren genau 5 Minuten zur Verfügung“, um sich der Hörerschaft mit neuen Texten zu präsentieren. Gelesen wurde aus allen Disziplinen der Literatur: Lyrik, Prosa, Essay und Märchen. Diese „Männerlesung“ ist Vorhut für die in der Walpurgisnacht stattfindenden, bereits traditionellen „Frauenlesung“ unter den gleichen Voraussetzungen: Ebenfalls ein IG Marathon für Kurzlesungen, dann aber der weiblichen Art. Die Liste der zehn teilnehmenden Autoren las sich wie das Who-Is-Who der Literaturszene Kärntens.

Josef K. Uhl, eröffnete als Erster den Lesereigen. Er ist Mitbegründer der IG Autorinnen Autoren Österreich (1975) und Regionalleiter der GAV – Grazer Autorinnen/Autorenversammlung Kärnten, Mitbegründer des „Literaturcafés beim Perstinger“ (1979) und Herausgeber der Literaturzeitschrift UNKE seit 1972, arbeitete als Korrektor, Lektor und Journalist. Zur „Männerlesung“, bei der die Texte pointiert und satirisch gehalten werden sollten, steuerte Josef K. Uhl (Spitznamen „die Unke“) folgenden eindringlichen, politisch akzentuierten Hymnus/Aufruf bei:

„ICH WILL EUCH NACHRICHT GEBEN
über meine große wie gebenedeite Stadt
über meine kleinen darin lebenden Politiker
über meine Künstlerfreunde
über meine ach so braven Künstlerinnen
WEG MIT DEM DRECK
Ich will euch Nachricht geben
über die desolaten Häuser meiner Stadt
über die kaputt gefahrenen Straßen
über die vielen leerstehenden Wohnhäuser
über die nicht gepflegten Grünanlagen
über den nicht zu übersehenden Abfall in den Gassen
WEG MIT DEM DRECK
Ich will euch Nachricht geben
über das Wasser, das nicht mehr gesund
über den Wind, der über meine Stadt weht
über die nichtigen Kulturgespräche, die geführt werden
über Kulturpolitiker und Trittbrettfahrer
in diversen Löchern dieser Stadt
WEG MIT DEM DRECK
und ich will euch Nachricht geben
über den Spielball namens Kultur
über die kleinkarierten Kulturjournalisten
und ihre Miniatur-Medien
über Musiker und Wald- und Wiesenpoeten
über Wahrheiten und Lügen
WEG MIT DEM DRECK
UND NOCH EINS; ICH WILL EUCH Nachricht geben,
dass es noch nicht zu spät ist – Umkehr zu finden.
Dann ist der Dreck weg und die wahren Künstler
wären zu erkennen, die in jedem Hause vor sich hindichten
darüber will ich Nachricht geben
dass der ganze Dreck endgültig weg ist.“ (©Josef K. Uhl, April 2016)

Bertram Karl Steiner, ein ebenso bedeutender Kulturjournalist wie Autor, erstellte unter der Leitung von Humbert Fink für die Kronen Zeitung Beiträge, wurde später zum ersten Kärnten Korrespondenten der Zeitung „Der Standard“, ab 1990 Redakteur der KTZ (Kärntner Tageszeitung), zuerst als Ressortchef für Politik, dann bis 2014 Kulturressortchef und hat mehrere Publikationen u. a. auch zu Kärnten, Slowenien und Venedig verfasst. Sein besonderer Rückzugsort der letzten Jahre ist Piran an der slowenischen Mittelmeerküste. Diesem verträumten mediterranen Ort, in dem der Schriftsteller auch ansässig ist, hat er seinen neuen poesievollen Text gewidmet.

Edgar Hättich
lebt seit 1987 als Psychotherapeut in freier Praxis in Klagenfurt. Seine Lyrikinterpretationen und Sendungen mit eigener Lyrik in den vergangenen Jahrzehnten wurden an verschiedenen deutschen Rundfunksendern und im ORF ausgestrahlt. Er zählt zu den interessantesten Dichtern derzeit in Kärnten und wurde 2014 mit dem 3. Platz des STW-Lyrikpreises Klagenfurt ausgezeichnet. Professor Hättich las beim „Männerabend“ aus seinem Buch „Der Regen sagt Silben“ (Hermagoras 2009) sowie neue Gedichte und führte seine Zuhörerschaft in wunderbare poetische Empfindungswelten.

Jozej Strutz
stammt aus Ruden und studierte an der Uni Klagenfurt. Er beendete sein Studium mit einer Dissertation über Robert Musil 1981; Als Professor unterrichtete er an der HAK Klagenfurt 1978-2010. Zahlreiche Publikationen ua. auch Kriminalromane stammen aus seiner Feder. Er schreibt Prosa und Lyrik. 2008 erhielt er als Erster den damals neu ins Leben gerufenen Lyrikpreis der Klagenfurter Stadtwerke. Zur „Männerlesung“ las er einen beachtlichen Prosabeitrag vor.

Horst Dieter Sihler
ist als langjähriger Filmkritiker und Kinomacher in der österreichischen Filmszene bekannt („Vater der alternativen Kinoszene Österreichs“) und stellte sein Talent mit unzähligen Filmessays, Kritiken und Festivalberichten unter Beweis. Er unternahm zahlreiche Reisen zu Filmfestivals in Ost- und Westeuropa, trat als Organisator von unzähligen Filmveranstaltungen in Erscheinung, war Lehrbeauftragter für Medienkunde (Universität Klagenfurt), Gründer des Vereins Alternativkino (heute Volkskino) und der Österreichischen Filmtage (heute Diagonale).
Er las ein interessantes Kapitel mit Anekdoten aus seinem soeben im Wieser-Verlag Klagenfurt/Celovec erschienenen Buch MEIN KINO DES 20. JAHRHUNDERTS – Erlebte Kinogeschichte.

G. Apo Stadler tritt seit einigen Jahren als Reiseschriftsteller, Fotograf und Maler in Erscheinung. Die Inhalte von seinen Reisetagebüchern werden in Kurzgeschichten veröffentlicht, z.B. „Kontschuk“, „Mit Geduld und Spucke“, „Gobi“, „Oleg und Wolk“, „Als die Zeit still stand“. Mitglied der Kärntner Schreiberlinge, der IG Autorinnen Autoren und BUCH 13 ist er ein Allroundtalent mit angenehmem Erzählstil. Er nahm die Zuhörerschaft beim „Männerabend“ auf eine abenteuerliche Zugsfahrt mit , auf der Reise von Klagenfurt nach Friesach.

Arnulf Ploder wurde 1986 das Ernst-Willner-Stipendium beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb und 1988 der Literaturförderpreis des Landes Kärnten zuerkannt. Seither zählt Ploder zu jenen Schriftstellern in Kärnten, die wahrgenommen werden und das zu Recht. Im Brotberuf (mit Leidenschaft) ist er Deutsch- und Philosophieprofessor und unterrichtet am BRG Mössingerstraße in Klagenfurt. Er publiziert regelmäßig, besonders in Anthologien. 2010 wurde sein Drama „Gegenliebe“ an der neuenbuehnevillach uraufgeführt. Beim IG-„Männerabend“ überzeugte er das Publikum mit seinem Können durch sensible Schilderungen von Empfindungszuständen verbunden mit Natur-Detailbeobachtungen.

Heinz Zitta sagt von sich selbst: „Ich schreibe gerne Kurzgeschichten und Reiseberichte. Meistens humorvoll. Ernstes und Trauriges liegt mir nicht. Ich entdeckte die Lust am Schreiben durch die Teilnahme an „Kreativ Schreiben“ Kursen im Urlaub, im Angebot einer Sommerakademie auf der griechischen Insel Zakynthos. Das Schreiben in der Gruppe mit dem Vorlesen und Besprechen der Texte machte mir großen Spaß, so dass ich darauffolgend weitere Schreib-Kurse besuchte, um meinen schreiberischen Horizont zu erweitern.“ Er gibt auch Tipps zum Schreiben: 1. Mach den Leser mit dem ersten Satz bereits neugierig und 2. nimm deinen Leser an die Hand (ent)führe ihn in deine Geschichte und lass ihn mit deinen Augen sehen, was du erzählst. Das ist ihm bei dem IG-Männer-Marathon humorvoll/satirisch gelungen.

Gerhard Pleschberger trat bereits mehre Male mit dem Verein BUCH 13 in Erscheinung. Er lebt in Bad Kleinkirchheim und hat sich der pointiert kritischen Mundart verschrieben. Er verfasst Lyrik und Prosa und hat sich auch bereits bei Poetry-Slam-Veranstaltungen einen Namen gemacht. Pleschberger tritt oft als Sprecher bei diversen Kulturveranstaltungen (Lesung eigener und fremder Werke) auf und konnte beim „Männerabend“ mit einem typisch weiblichen „Vater Unser“ auf trumpfen, welches gnadenlos die Schwächen der Weiblichkeit freilegte und mit kabarettistischen Qualitäten vorgetragen wurde.

Del Vede trat als letzter Literat bei dieser Veranstaltung auf und brillierte sprachgewaltig als phantastischer Märchenerzähler, als der er in den letzten Jahren bekannt und sehr beliebt wurde. Von 1983 bis 1987 war Del Vede (als DEL Vedernjak) Regionaldelegierter der IG Autoren für Kärnten und veranstaltete in dieser Zeit jährlich das Literatur-Festival KÄRNTNER FRÜHLING. Dieser hatte sich aus einer literarischen Initiative einiger junger Kärntner Autoren heraus zu einer Veranstaltung entwickelt, die in der literarischen Öffentlichkeit auch außerhalb des Landes steigende Beachtung und Anerkennung fand. Er beschloss den Abend mit einem Märchen für „die Buben in uns“:

„Ich lese einen Auszug aus dem Kapitel eines größeren Textes, aus einem größeren Zusammenhang ironisch gebeugter Helden. Einige verknappte vom vorchristlichen Wendischen inspirierte Episoden, eine Art Märchen für Buben und Mädchen, das die Leser aufregen soll.

Für die „Buben in uns“, die wir Mannsbildern behalten haben, für diese Bubenseelen, die in uns eingeschlossen sind, wie unsere Vorfahren in den Ziegen, Schafen, Rindern, Schlangen, Bäumen oder Steinen eingeschlossen sind, wie wir selbst demnächst in Fell, Schlangenhaut, Borke oder Stein eingeschlossen sein werden – eine schöne Vorstellung, die uns schon damals besser machte als wir waren! – , denn eines Tages oder schon morgen
w e r d e n w i r Ziegen, Schafe, Kühe, Rinder, Schlangen, Bäume oder Steine keine Erinnerung an uns haben, Gott sei Dank!, doch wir werden besinnungslos, trunken und voller Kraft da sein, i m m e r da sein…jaja…

Das Wendische Umfeld der Episoden
Die Glan ist schon 1400 Jahre lang auch Glina, die Lehmführende, die noch vor Kurzem durch Feistritz im Glantal floss, heute Liebenfels. Der Lorenziberg wurde früher Rob genannt, der randständige Berg. Der Wolschartwald ist ein Vovsart, ein Wolfs- oder Ochsenwald. Knes hießen unsere alten Fürsten, die große Ländereien besaßen zB. um Köttmannsdorf (Fürst Hotimir) oder weit um die Gnesau (Knesove) oder um Bischofshofen, vormals Hofen, vormals Dvor, der Fürstenhof, ich meine den Fürstenbesitz Pongove – Pongau ist auch kein Gau wie die Wachau keine Au ist. Boris ist der Kämpferische. Tomaz ist Thomas. Die Kazasen waren das von der Großmacht der Awaren abgekupferte Militär, ein bäuerlicher Adel, der ursprünglich den Fürsten aus seinen Reihen wählte. So mancher stets als karolingisches Flechtwerk bezeichneter Kirchenstein war nicht von Germanen, sondern von einem dem Christentum beigetretenen Karantaner als Altarschranke in seiner Eigenkirche aufgestellt worden. Stan ist ein Schafsstall am Berg. Eine Troje steckt im Eigenamen Troyer – und ist eine Pferch. An der Schule von Lind ob Karnburg war noch in den 1980er Jahren eine Tafel des „Deutschen Schulvereines Südmark“ befestigt gewesen. Sie verschwand nach der Renovierung durch die Gemeinde.“
(©Del Vede, April 2016)


Foto© IG-Autorinnen Autoren Kärnten/ Plakatgestaltung

Ich danke den beiden Kärntner Autoren Josef K. Uhl und Del Vede für die Erlaubnis ihre Texte an dieser Stelle veröffentlichen zu dürfen.

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„Ich träume von einer Zukunft, auf der kein Gestern liegt.“ – DINGE AUS ANGST von Ingram Hartinger

Angst ist Grundthema der Menschheit. Alle Menschen empfinden Angst und finden sich oft in den ausweglosen Ecken dieses bedrängenden Zustandes. Als Grundbestandteil der menschlichen Emotionen kann die Angst überall sitzen: im Nacken, in den Knochen im Gedärm…. Kein Dichter, der sich nicht mit diesem Gefühl auseinandergesetzt hätte. Die „Dinge aus Angst“ werden bei Ingram Hartinger beim Namen genannt und sie haben hunderte Namen und Beschreibungen. Die Gedichte Hartingers lehren einen aber nicht das Fürchten, sondern das Hineinhorchen in die Poesie. Dort wo Angst ist, kann keine Liebe sein… bei Hartinger ist das nicht ganz so. „Ein verletzter und verletzbarer Ingram H. wird fast ohne verhüllende Literarisierung sichtbar“, heißt es im Klappentext. Die Grundstimmung der Gedichte kann man aus den verschiedenen Titeln erahnen:

Die drei Kapitel „Der Menschentag ist kein Spiel“ / „Schmerz, Flut von Wut“ / „Unbebilderte Fläche und Rand“ überschreiben jeweils ca. 50 unterschiedliche Gedichte. Als Einleitung zu den Kapiteln stehen kurze Prosatexte wie zB. „Ein weiterer See für Wörter, die vom Blatt rinnen.“ (S 13) oder „Schwarz.“

„Die schwarze Nacht hat aufgehört schwarze Nacht zu sein. So hell ist sie, dass ihre Kleider brennen. Solange der Fluss noch da ist, kann mit dem Wortgewehr noch geschossen werden. Dem Dunkel zu, wo Wörter sich zu Strichen rotten, zur radikal autonomen Tatsache.“ (S 14).

Die einzelnen Gedichte sind formal gesehen lange Dreizeiler, kurze geblockte Siebenzeiler, manchmal 4-zeilige Blöcke und Fünfzeiler, teilweise mit eingerückten Strophen und gestuften Einzügen – also von der Form her völlig frei und jedes Gedicht optisch anders gestaltet. Viele Widmungen oder Zitate folgen den lyrischen Titeln, die selbst wie eine Widmung wirken („Formlos verschrumpft“). Bei vielen Gedichten folgt ein abschließender Absatz, eine Art Rand-oder Schlussbemerkung, die sich am Ende meist auch selbst auf den Dichter bezieht.

„Dinge, die Angst verbreiten. Wie/ die Flutwelle der Selbstmörder oder/ das Ungleichgewicht der Dinge. Ein/ Schiffbruch ohne Boot. Das düstere/ Spiel vom Kommen und Gehen. Mir/ schwere Tropfen aus den Wimpern fallen./“ (S 80).
Oder auch: „Ingram findet, es sei Zeit für ein Gedicht oder/ einen kurzen Versuch. Über Ecken und Kanten/ wandernd, nähert er sich mit jedem Atemzug/ dem Horizont. Ich träume von einer Zukunft,/ auf der kein Gestern liegt./“ (S 167).

Es ist ein Abtasten der rüden Realität, verwandelt in einen behutsamen lyrischen Weg, der den Leser durch die Gefühle und Seelenzustände eines ewig Suchenden leitet, ewig suchend so wie wir alle. Eine Wortmetamorphose im unendlichen Reich der Assoziationen, „Die Gesänge der Seele“ (S 150). Das „Aufsammeln zerbrochener Seelenteile“ (S 110) und „menschliche Entfremdung“ gehören ebenso zum Repertoire Hartingers wie mit „Trockener Kehle“ (S 72) sich dem „Rhythmus der Angst“ einfach hinzugeben und einzutauchen.
Hartingers Lyrik besteht aus prosanahen Gedichten, deren Lesefluss über mehrere Zeilen hinwegführen kann und oft mit überraschenden Wendungen endet. Sie spiegeln Erinnerungen, Sinneseindrücke und Reflexionen, manchmal auch Erkenntnisse vom Leben und Sterben.

„Was lässt sich sagen von/ Süßsauren Schatten des Lebens/ Am Gaumen klebt die Seele/ Des Angsthasen zitternd vor/ Schreck“ (S 97).
Der Lesende fließt – ganz ohne Angst – durch die Gedichtstrophen und lyrischen Hymnen Hartingers in eine achtsame, dennoch zerbrechliche Poesiewelt, in der es viele Seelenzustände zu entdecken und zu erkennen gibt – ein Innehalten.

Blog-Hartinger-Porträt

Dr. phil. Ingram Hartinger, geb. am 28.12.1949 in Saalfelden (Pinzgau, Land Salzburg), lebt seit 1979 in Klagenfurt. Studierte Psychologie, Philosophie und Romanistik an der Universität Salzburg. 1979 – 2009 war er Krankenhauspsychologe am LKH Klagenfurt. Bisher über fünfzehn Prosabände (beim Droschl-, Folio- und Wieser-Verlag), sechs Gedichtsammlungen (u. a. bei Thanhäuser), Radiosendungen für den ORF (Tonspuren, Hörbilder). Zuletzt bei WIESER Dinge aus Angst (2015). Österreichisches Staatsstipendium für Literatur und Lyrikpreis der Stadtwerke Klagenfurt 2009.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ingram_Hartinger
Blog-Hartinger-Cover-2
Ingram Hartinger
Dinge aus Angst
Gedichte
Wieser Verlag
Klagenfurt/Celovec 2015
ISBN 978 -3-99029-163-4
S 180
Gebunden, Lesebändchen
€ 19,50

https://www.wieser-verlag.com/buch/dinge-aus-angst/

Ich danke dem Wieser-Verlag Klagenfurt/Celovec für das Rezensionsexemplar.

Alle Fotos © Gabriele Russwurm-Biro

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„Wir sind die Zugabe. Wir dürfen spielen“ – Alfred Goubrans Roman DAS LETZTE JOURNAL

„Alles noch einmal in die Hand nehmen. Ein letztes, ein allerletztes Journal schreiben. Dann das Buch zuklappen und alles, was man darin aufgezeichnet hat, vergessen“. (S 318).

Dieser Gedanke könnte den Roman Alfred Goubrans grob umschreiben: Die Lebensgeschichte eines Mannes (Aumeier) und einer Frau (Terés) und drei historische Betrachtungen miteingeschlossen. Dabei die Erlösung von all den entsetzlichen Untiefen der Vergangenheit im Neubeginn (in einem anderen Land) suchen… Nur das mit dem Vergessen wird nicht klappen. In diesem aufwühlenden „Journal“ folgt der Leser den tagbuchähnlichen Eintragungen und langen historischen Reflexionen des Schriftstellers Aumeier beginnend mit November 2008 bis in den Juli 2009. Gleichzeitig wird man mit drei Erzählsträngen aus der (schwerbelasteten) europäischen Geschichte konfrontiert und vereinnahmt.

„Die meisten Menschen sind aus Angst gemacht“, resümiert der Protagonist Aumeier als Schriftsteller in seinem Journal (S 72) und weiter: “Die Dichter preisen Gott, doch Gott lobt die Dichter nicht. Vielleicht, weil sie den Magiern verwandt sind, den fremden Priestern, den Nekromanten und Sterndeutern? Vielleicht, weil wir allesamt falsche Propheten sind – aber Propheten sind wir, Terése. Jeder Dichter ist ein Orakel, aus dem sich das Unerschaffene in die Welt spricht. Jeder Dichter wirkt durch die unsichtbare Welt und weiß Dinge, die er nicht wissen kann – und das steht durchaus in der Tradition der Dichter, der ich mich verbunden fühle.“
( S 193).

Der 65-Jährige Schriftsteller, der sich gerade so durchschlägt, trifft nach 41 Jahren seine Jugendliebe Terése wieder und zieht zu ihr auf ein schlossartiges Anwesen mit Orchideentreibhaus mitten in Wien. Die Vergangenheit der beiden Protagonisten erschließt sich dem Leser langsam in Gesprächen und durch Rückblicke. Es kommt zu überraschenden Enthüllungen und bleibt bis zum Schluss spannend und in keiner Weise vorhersehbar, eher unfassbar. Aumeier plant mehr und mehr einen Neuanfang zusammen mit Terése und zieht zuvor Bilanz über sein Dasein und einen Schlussstrich unter die Ereignisse aus der gemeinsamen Vergangenheit. Das Spiel wird zum reinen Kampf.
In der großzügigen Bibliothek (seines einstigen Widersachers Schwarzkogler, dem das Anwesen gehört und auf dem Terése nur geduldet ist), findet Aumeier Zugang zu diversen historischen Schilderungen, die in das Journal aufgenommen werden: Man liest vom ersten Pogrom gegen Prager Juden im Jahr 1369, Teile aus der Biografie (bis zur Hinrichtung) von Jan Hus und von der menschenverachtenden Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei („Prager Aufstand 1945“).

Individuum und Geschichte treten in einen schmerzlichen Wettstreit mit der erdrückenden Gewissheit, dass man nur einen kleinen unbedeutenden Faktor im großen Geschehen darstellen kann und zu allen Zeiten die Grausamkeit menschlicher Abgründe über das einzelne Individuum hinwegschwappt.

„Es gibt Tage, Terése, Stunden, Augenblicke, da fühlt man sich in einen Abgrund geworfen. Da möchte man an den Menschen verzweifeln, an ihren Taten, an ihrer Bösartigkeit. Und an sich selbst.“ (S 125).
Philosophische Ansätze durchziehen den Roman und zeigen Aumeier als Selbstzweifler, als Künstler und als Aufzeiger. Mit dem Hass auf alles Deutsche in sich selbst, gegen die Angst, gegen die Falschheit und Verlogenheit. Desillusioniert von Politik, Gesellschaft und vom oberflächlichen Kulturbetrieb. Mit scharfer Beobachtung und spitzer Feder schreibt Aumeier und damit auch Alfred Goubran sich den Ärger von der Seele.

„Habe ich erreicht, was ich wollte – was wollte ich? Was sind das für Spiele, die man mit sich selbst spielt? – Wetten gegen das Schicksal, gegen die Wahrscheinlichkeit, Schwüre, die man sich als Kind gibt, Versprechen und kleine Gegengeschäfte mit Gott. All diese Eide, die man sich geschworen hat …jeder kommt doch einmal an diesen Punkt, wo er, ganz für sich, ins Dunkel hinausjammert, um Schonung oder Erlösung fleht, irgend etwas anfleht, damit der Schmerz aufhört, damit es nicht noch tiefer hinuntergeht, irgendetwas anbietet, um der Ausgeliefertheit zu entgehen….“ (S 270/71).

Ein Roman, der auf 383 Seiten Einblick in zwei außergewöhnliche Schicksale und auf eine Vergangenheit gestattet, verwoben mit authentischen Dialogen, voller lebendiger Beschreibungen und philosophischer Betrachtungen. Darin eingebettet aufwühlende Originaldokumente aus der realen Geschichte. Das grausame historische Geschehen aufgezeichnet für die Ewigkeit in einem “allerletzten Journal“. Die scharfe Beobachtungsgabe unterstützt den mitreißenden Lesefluss und zerrt den Lesenden an die Abgründe des menschlichen Daseins.

Alfred Goubran, Autor, Verleger Foto Copyright by  Johannes Puch www.johannespuch.at
Alfred Goubran, Autor, Verleger
Foto Copyright by Johannes Puch www.johannespuch.at

Alfred Goubran, wurde 1964 in Graz geboren und wuchs in Kärnten auf. Erste Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften, Performances und Lesungen ab 1981. 1993 gründet er in Klagenfurt den Verlag edition selene. 1998 Übersiedlung nach Wien, das auch zum neuen Standort des Verlages wird. 2010 stellt der Verlag die Geschäftstätigkeit ein. Im selben Jahr erschien Goubrans Erzählband „Ort“ und der Debütroman „Aus.“, beides im Braumüller-Verlag. Es folgten „Kleine Landeskunde“, Essai, Wien 2012, „Der gelernte Österreicher“, Idiotikon, Wien 2013 und „Durch die Zeit in meinem Zimmer“, Roman, Wien 2015 – alle im Braumüller-Verlag erschienen. Seit 2010 betreibt er das Musikprojekt [goubran].
www.goubran.com

Blog-Goubran-Rezension-Buchtitel

Alfred Goubran
Das letzte Journal
Roman
Braumüller Verlag
Wien 2016
ISBN: 978-3-99200-133-0
384 Seiten, Halbleinen
€ 21,90

http://www.braumueller.at/shop/catalog/information.php?info_id=54&navsection=3&autorenID=3325&osCsid=rts6ve9u0v9nukqkjrjuo2nev0

Foto (Beitrag) © Gabriele Russwurm-Biro
Foto (Porträt) © Johannes Puch

Ich danke dem Braumüllerverlag für das Rezensionsexemplar

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